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Wladimir Kaminer

Die Kaminer Show 2011 - Dort, wo der russische Bär Fahrrad fährt

Das weit verbreitete Gerücht, die Russen seien schwermütig und grob - ist ein Irrtum. Besonders in ländlichen Gegenden pflegen sie feine Umgangsformen. Beim Gespräch schauen sie einander stets in die Augen, werden niemals laut und drehen ihrem Gesprächspartner nie den Rücken zu. Im Grunde sind dies die drei wichtigsten Benimmregel, die man beachten muss, wenn man auf einen Bären trifft, dann bleiben sie freundlich. Gefährlich werden die Bären eigentlich nur als „Frühaufsteher“. In Russland dauert der Winter beinahe acht Monate im Jahr, selbst für begabte Schläfer ist es eine echte Herausforderung, acht Monate am Stück zu schlafen. Die Bärchen wachen auf, denken an den Frühling, klettern heraus, sehen den kalten Schnee und drehen auf der Stelle durch. Sie gehen in die Stadt, wollen mit Menschen über das Wetter reden und darüber, was sie in dieser Schneewüste essen sollen. Die Menschen erschrecken sich zu Tode, sie denken, die Bärchen wollen sie fressen und manchmal liegen sie damit gar nicht mal falsch. Dann gibt das Radio Warnungen durch: "Achtung, ein Frühaufsteher ist in der Stadt. Alle Männer werden mit Gewehren auf den zentralen Platz gebeten." Was würden wohl die Bewohner von Sachsen Anhalt darüber denken, die für ihr Bundesland mit dem Spruch werben „Willkommen ins Land der Frühaufsteher“? Was Wladimir Kaminer darüber denkt, darüber erfahren Sie bei der Lesung „Wo der russische Bär Fahrrad fährt.“