Lustspielhaus
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Herbert und die Pfuscher

Woaßt wia des wehtuat?- Blues, Schnulzen und Dampfmusik

Hanns Meilhamer und seine Traumbänd

Hanns Meilhamer, den meisten eher bekannt als der Herbert aus „Herbert und Schnipsi“, hat sich vor ein paar Jahren einen alten Traum erfüllt und eine Band gegründet. Inzwischen hat sich diese eingeschworene Mannschaft durch Dick und Dünn gegroovt, und präsentiert nun ihr zweites Programm: sehr musikalisch, sehr komisch und respektlos-kabarettistisch: „Woaßt wia des wehtuat?“
Die Lust am Herumpfuschen in den heiligen Gefilden musikalischer Stilreinheit paart sich mit der Freude am Groove. Auch übelsten Schnulzen gewinnen die Pfuscher gern noch einen Reiz ab, und sei es der Brechreiz. Hier wird eine Lanze gebrochen für mehr Pfusch in der Musik, und da fliegen halt auch einmal die Fetzen! Daneben natürlich in bewährter Weise Meilhamers bayerisches Texthandwerk, mitten aus dem Leben gegriffen oder auch einmal nur aus dem Ärmel geschüttelt...

Die Lieder: „I mag net“ - Hanns Meilhamer versetzt sich hinein in einen Mann, der sich garnicht erwehren kann gegen den allseitigen Ansturm der Damen: „De woin alle nur mei Geld und meinen Sex und meinen Charme...“
„Unter fremden Sternen“ - Wir erleben den Höhepunkt im Leben des kleinen Hansi, der auf die Bühne geholt wird, von Freddy (vom Wendlinger Fredi selber) für ein Melodikasolo und eine Gesangseinlage.
„Saudumme Ideen“ - Kein Genre ist den Pfuschern heilig: Hanns Meilhamer versucht sich an „Lyrik und Jazz“ (nach tiefschürfender Selbsterkenntnis in Haar, Mainkofen und Gabersee): „I stell mir vor, i waar a Kaugummi, der unter ana Tischplatten pappt“... Guten alten Schmacht-Rock’n Roll gibts in „Woaßt wia des weh tuat?“, und die Abgründe des Nachtlebens tun sich auf im „Sporting Life Blues“: „Des oite Nachtlebn, des ewig leichte Lebn, des bringt mi um“.
Pfuschermäßig auseinandergenommen und neu zusammengenagelt werden auch artfremde Nummern wie der „Bayerische Defiliermarsch“, das Lied vom Hofbräuhaus und die alte Angebernummer „Ich brech die Herzen der stolzesten Fraun“ - mit halsbrecherischem Schlagzeugsolo! Daneben natürlich auch noch die Highlights aus dem ersten Programm und aus der CD „Vier Herzen im 5/8-Takt“.

Die Mannschaft:
Hanns Meilhamer, den die meisten eher als Schnipsis Herbert kennen, hier als Sänger, der sich nebenbei auf Klavier, Gitarre, Akkordeon, Tenorsax, Bluesharp und Kazoo begleitet,
Hein Kraller, der sonnige Sonnyboy, brilliert am Altsax und am Klavier, hilft aber gerne auch am Kontrabass aus, wenn
Markus Peitli ihn einmal weglegt, um zur Gitarre zu greifen. Peitli, Temperamentsbündel und schubkräftiger Bluessänger vor dem Herrn, bringt neuerdings auch noch per Tuba die Bühne zum Wackeln.
Karl Burgstaller ist der Schlagzeuger mit den knackigen Grooves und den bierernsten Clown-Qualitäten und natürlich muss auch er singen, wenn das Lied es verlangt.