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Ensembles

Münchner Lach- und Schiessgesellschaft, Kom(m)ödchen Düsseldorf, Herkuleskeule Dresden,Distel Berlin

Gruppentherapie - Vier Ensembles zum Preis von einem

In ihrem aktuellen Programm verlängert gewährt das Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft neben vielen aktuellen politischen Themen auch Rückblicke auf fünf Jahrzehnte Bundesrepublik. Jede Menge schräger Typen, gewohnt brillant verkörpert von Sonja Kling, Ecco Meineke und Thomas Wenke, bekommen durch den Regisseur Ulf Goerke Leben eingehaucht. Die Jubiläumsrevue bietet nach dem bewährten Erfolgsrezept erneut einen Mix aus Theater, Kabarett und abstruser Komik.

Zum Inhalt: Schluss mit der „Grossen Freiheit Nr. 50“! Das heruntergekommene alte Wohnhaus auf der Hamburger Reeperbahn soll einem gigantischen Shopping-Center weichen. Seemann Blau, einer der letzten Mieter, will partout nicht raus. Aber er hat schlechte Karten: Er ist arbeitslos und lebt von „Haazvier“.
Eines Tages bekommt er Besuch von ganz oben. Dietmar Deutschland, ein Investmentbanker der Deutschen Bank, in deren Besitz das Haus übergegangen ist, hat sich beim Klingeln vertan. Er hält Blau für einen ganz anderen Mieter: den Psychotherapeuten Dr. Bruck. Seemann Blau schlüpft in dessen Rolle und bittet den Banker auf die Couch. Die Therapie beginnt. Deutschland muss fünf Jahrzehnte verarbeiten ...
www.lachundschiess.de

Das Ensemble der Berliner Distel präsentiert Ausschnitte aus dem neuen Programm „Hotel Heimat. Ein kabarettistischer Zimmerservice“. „Hotel Heimat“ ist ein kabarettistisches Roadmovie an einem Ort. Dafür kommen stets neue Gäste. Sie geraten in Situationen, die ausweglos, überraschend, oder einfach nur peinlich sind. Und sie versuchen, diese Situationen mit ungewöhnlichen, provozierenden oder auch abstrusen Haltungen zu meistern. Die Kabarettisten Dagmar Jaeger, Stefan Martin Müller und Michael Nitzel schlüpfen dabei in über 30 Rollen und stellen uns die unterschiedlichsten Zeitgenossen vor. Menschen, die alles daran setzen, sich mit der modernen Realität zu arrangieren. Eine temporeiche Mixtur aus Situationskomik und Zeitgeist-Analyse zu dem der die Berliner Zeitung meinte: „Dreißig Menschen streiten und nerven über verlogenen Kinderfetischismus, lamentieren über Bildungspragmatismus und sitzen dabei in dem immer gleichen Hotelzimmer. In „Hotel Heimat“ wird dieser Transitraum zum Resonanzboden für die versteckte Wut der Angepassten. (…) ein hintersinniges, doppelbödiges Programm…“.
www.distel-berlin.de

In der Dresdner Herkuleskeule, 1961 von Manfred Schubert gegründet, waren es Komödianten wie Hans Glauche mit seinem unvergesslichen „Gustav und Erich“ und später u. a. Wolfgang Stumph, Uwe Steimle und Hans-Günther Pölitz, die sich auf den Keulenbrettern zu namhaften Kabarettisten entwickelten. Wolfgang Schaller kam 1970 ins Ensemble, dem er erst als Dramaturg, dann als Künstlerischer Leiter und heute als Intendant, und noch immer als Autor angehört. Seine zusammen mit Peter Ensikat geschriebenen Kabarettstücke wurden überall an den Theatern im Osten nachgespielt. Dieter Hildebrandt und Gerhard Polt hatten ihren Anteil daran, dass die Dresdner noch zu Mauerzeiten in München als erstes ostdeutsches Kabarett gastieren konnten. Heute stehen sieben Programme im aktuellen Spielplan, die täglich im Haus in meist ausverkauften Vorstellungen und in über 100 Gastspielen jährlich quer durch Deutschland und die Schweiz von einem Ensemble absolviert werden, dem Birgit Schaller, Michael Rümmler sowie Michael Frowin und der Pianist Thomas Wand a.G. neben den im Programm „Leise flehen meine Glieder“ rentnernden Kabarettisten Brigitte Heinrich, Gloria Nowack, Detlef Nier und den Musikern Jens Wagner und Volker Fiebig angehören. Die Texte für die drei Alten, die es beruhigend finden, die Zukunft hinter sich zu haben, schrieben Wolfgang Schaller und Peter Ensikat. Regie führte Matthias Nagatis.
www.herkuleskeule.de

Zum Schluss stellt sich das Düsseldorfer Kom(m)ödchen vor. Die Geschichte dieses Möbels beginnt im letzten Krieg: Lore und Kay Lorentz lernten sich kennen und gründeten wenige Jahre später ein politisch-literarisches Kabarett, ohne vorher je eines gesehen zu haben. Am 29. März 1947 war Premiere des ersten Programms. Bis heute sind es insgesamt 71, darunter Gastspiele im deutschsprachigen Ausland, in den USA, Holland und England. Das Kom(m)ödchen ist nach 60 Jahren immer noch voll da. Als Überzeugungstäter haben die Gründer des Kom(m)ödchens stets von vorn angefangen. Einige wohlklingende Namen, die aus verschiedenen Kom(m)ödchen-Ensembles hervorgingen, sind Thomas Freitag, Harald Schmidt, Hugo Egon Balder, Volker Pispers, Michael Quast, Anka Zink u. v. a. Schon mit Beginn der Herbstspielzeit 1993 hatte Lore Lorentz ihrem Sohn Kay Sebastian mit der Geschäftsführung des Hauses betraut. Mit ihm beginnt eine neue Ära des Kom(m)ödchen – neu – aber doch im Sinne der Begründer. Am 2. September 2006 hatte das bisher letzte Ensembleprogramm „Couch. Ein Heimatabend“ Premiere. Auf der Bühne stehen neben Heiko Seidel, Neuzugang Maike Kühl und Christian Ehring, der nach einigen Jahren Solotätigkeit wieder zum Kom(m)ödchen gefunden hat. Die drei bilden das neue Hausensemble. „Couch. Ein Heimatabend“ wurde geschrieben von Grimmepreisträger Dr. Dietmar Jacobs und Christian Ehring, Regie führte Hans Holzbecher und ist am 24.9.2007 in der Herkuleskeule zu sehen.
www.kommoedchen.de