Lustspielhaus
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Müller-Huber

Les deux sensibles

Seltsames Kabarett Theater

man wacht auf
geht auf die straße
und überlebt.
das macht fröhlich.

Der eine ist ein begnadeter Schauspieler und ehemaliges Ensemblemitglied des Düsseldorfer Kom(m)ödchens. Der andere ist mehrfach preisgekrönter Kleinkunstdarsteller (u. a. Deutscher Kleinkunstpreis, Prix Pantheon) und aktiver Posten der Gruppe Ars Vitalis.

Das erste gemeinsame Programm des Leverkusener Unterhalter-Duos - les deux sensibles - bietet aber mehr als die theatralische Summe zweier außergewöhnlicher Persönlichkeiten.
Huber ist die füllig-melancholische Ulknudel der beiden, der ohrenwackelnde Spinner, der naseweise Garnichtsversteher; Müller dagegen gibt den gehemmt Beherrschten, den zweifelnden Sucher, den ausgemergelten Gutmenschen. Aus diesem Gegensatz der Charaktere lebt das Programm …denn wer MÜLLER-HUBER erlebt, spart das Geld für den Seelenarzt.

Tagebuchnotizen und Logbucheintragungen unterbrechen immer wieder die angesponnenen Handlungsfäden: Da werden zutiefst lyrisch- philosophische Passagen über Fliegen im Wein zitiert, da streiten sich zwei Kunstkritiker schreiend über die Werke Joseph Beuys….oder ob Jesus als Weißwurst in einer Madonna als Blutwurst nun Kunst sei oder Gotteslästerung - darüber wird vehement reflektiert und gestritten, bis der Zuschauer mit seinem Zwerchfell beginnt Achterbahn zu fahren, in diesem Seltsamen Kabarett Theater

Mit Hingabe tanzen sie einen rassigen Tango, zackig und lasziv zugleich, schälen sich beinahe magisch aus einem film noire, verstricken sich ausgiebig in geradezu chaplineske Eskapaden und verteilen Lebensweisheiten wie: „Wer heute den Kopf in den Sand steckt, wird morgen mit den Zähnen knirschen“. „Sprache“, sagen sie unvermittelt ganz ernst, „ist die Kleidung der Gedanken“.

Denn: Jeder Mensch hat ein Brett vorm Kopf, es kommt nur auf die Entfernung an - trifft den Nagel, den die Beiden gemeinsam, auf unterschiedlichste Weise, in die Bühnenbretter einschlagen.

Aus entglittenen Alltagsszenen, kollektiven Seherfahrungen und deren Irritationen werden assoziative Bezüge hergestellt, auf denen sich’s nur kurz ausruhen läßt. Als Gaukler der Sprache, Jongleure des Wortes und Akrobaten des Witzes - zwischen klassischem Theater, Spitzenkabarett und feinster Poesie - bewegt sich das Duo in einem nicht abreißenden Strom von Skurrilität, Ironie und Persiflage…denn Alltag heißt auch:

man wacht auf - geht auf die Straße und überlebt… das macht fröhlich.

„Gaukler der Sprache, Jongleure des Wortes, Akrobaten des Witzes, das Zwerchfell der Zuschauer fährt Achterbahn. Tanz auf dem Vulkan der Seelen, Klanggedicht poesievoller Obsessionen, wer MÜLLER-HUBER sieht, spart das Geld für den Seelenarzt.“
(Kölner Stadtanzeiger)

„Scharfsinnig aber einfach, markant und gleichzeitig genial. Zwischen feinster Poesie und klassischem Theater, spitzem Kabarett und witziger Comedy. Eine neue Definition der Kleinkunst muss her.
(Rheinische Post)

„Ein kurvenreicher Sphärenflug der Seele, die Realität ist irgendwie verzerrt, um Grade nur, aber effektiv. Dieser virtuosen Klapsen-Comedy und Aasfledderpoesie kann sich keiner entziehen, schrill ist sie, schräg und schrecklich gut. Wer diesem Abend heil entkam, kann noch anderes überstehen. Applaus!“ (WZ)