Lustspielhaus
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Die U-Bahn-Kontrolleure in tiefgefrorenen Frauenkleidern

Hardcore a cappella

Frack und Zylinder sucht man hier vergeblich, das Auge weidet sich an Strampelhosen, Badeanzügen, verbotenen Frisuren sowie absurden Accessoires. Und kaum hat man sich daran gewöhnt, setzen sie noch eins oben drauf Im Gegensatz zum gewollt hässlichen Outfit ist die gebotene Musik vom Allerfeinsten. Die Kontrollöre sind intonationssicher und wandlungsfähig in der Phrasierung, sauber im Harmoniegesang, im fünfstimmigen Satz. Sie sind pointiert in der Imitation von Instrumenten.

Mit ihrem Programm „Hardcore a cappella“ präsentieren die fünf Jungs eine von der ersten Sekunde an temporeiche Nummernshow. Unterstützt durch schön beobachtete und parodistisch zugespitzte mimische Details. Zu Carls Orffs „Carmina Burana“ mutiert eine Nonne zum Boxchampion, die „Biene Maja“ setzt an zum Kamikazeflug, drei Dutzend 80er-Jahre-Hits verwandeln sich in ein atemberaubendes Show-Knallbonbon. Bereichert werden diese und andere herzerfrischend komischen Coverversionen durch eigene Songs. Da sinniert Reinhard Mey über den „Mitsubishimann“, und ein ungeduschter Schlagerfuzzi bläst zärtliche Jazzsoli auf einer Gasmaske.